Freut mich wenn euch meine Erlebnisse immer noch interessieren und euch zum weiter lesen anregen. Dieses Mal wird's schwer werden, mich kurz zu fassen, hatte nämlich meinen längsten Trip. Hannah, Charlotte und ich haben uns für 12 Tage frei genommen, weil wir eine Ponytrekkingtour in Lesotho geplant haben. Und hier erzähl ich euch von meinen Erlebnissen rund um die Reise nach Lesotho und natürlich was wir dort in den Mountainvillages von Lesotho erlebt haben, viel Spaß dabei :)
Ja die Hinreise nach Pietermaritzburg (der nächst größeren Stadt von Greytown) wird schon echt zur Qual, zum Glück konnte ich durch meine häufigen Krankenhausbesuche gute Kontakte knüpfen, sodass uns der indische Zahnarzt mit nehmen konnte, der übers Wochenende nach Hause nach Durban gefahren ist -> perfekt würde ich mal sagen.
Haha...Dann sind wir dort in der riesen Mall angekommen (wie immer, egal wo wir sind regenet es), wir hatten so unglaublich viel Gepäck dabei, sodass wir in dem Einkaufszentrum richtig angestarrt wurden, oh man ich fands irgendwie echt witzig :D
Dann kam der Augenblick wo ich meine erste Couch Surferin, die Gisela kennen lernen durfte.
Couch Surfing ist eine super Sache, da kann sich jeder anmelden und dann wenn man in irgendeine Stadt will und einen Schlafplatz sucht, kann man Leute die dort leben anschreiben und wenn die Interesse und Zeit haben können sie einen aufnehmen, und das Beste daran, ist einfach bei Einheimischen zu sein, die die Goldstücke der Gegenden am besten kennen!
So auch bei Gisela, sie ist eine superliebe, sehr große Frau. Wir sind am Abend in ein, wo sie dachte Thailändisches Restaurant essen gegangen, dass dann aber tatsächlich ein italienisches war. Die Atmosphäre war super und man konnte sich echt sehr gut mit ihr unterhalten!
Schade das wir nur eine Nacht bei ihr geblieben sind, man hat sich echt sehr wohl bei ihr gefühlt!
Am Samstag den 6.12 ging das Abenteuer dann los.
Aah wir hatten uns ein Auto gemietet, ein schnuckliger kleiner Chevrolet, in dem ich mich auch richtig wohl gefühlt habe, zu fahren. Ich kann nur sagen, dass fahren auf der linken Straßenseite ist easy und man gewöhnt sich ganz schnell an alles, wie zum Beispiel an das Schalten mit Links. Hat alles super geklappt und ich hab uns drei Heil wieder zurück gebracht :)
Unser nächster Stopp war Ficksburg (ja habt ihr richtig verstanden), wo wir bei einem jungen Farmer und seinem Kumpel auf seiner Farm übernachten durften. Es war echt super idyllisch, wir haben einen tollen Sonnenuntergang auf dem Hügel hinter der Farm anschauen können, daneben war Gestein von einem Meteoriteneinschlag zu sehen, wirklich beeindruckend.
Am nächsten Tag durften wir die Pferde von der Farm (aber ohne Satel) reiten, war schon mal eine gute Übung für Lesotho! Hat echt spaß gemacht und die Jungs waren echt super freundlich!!
Am Nachmittag in ich zum ersten Mal in meinem Leben in eine Höhle gewandert, wo es dahinter auch noch ein kleiner Wasserfall zu sehen gab, war mega schön. Nur dass es Maria natürlich umgehauem hat, ich sags euch während dieser Reise bin ich so oft umgeflogen, das man sich echt schon fast sorgen machen sollte :D
Unfallstelle alla Maria ;)
Und die Höhle war hinter dem Althippiedorf Reslers Valley, wo wir dann am Abend mit den Althippies zusammen am Lagerfeuer gegrillt hatten.
Ooh man ich kann euch sagen dieser Abend war strange, die zwei alten Typen mit ihren Joints haben die ganze Zeit was von spirituellem und hockus pockus gerdet. Wobei ich muss sagen, ich fands echt noch interessant (vor allem wie der einen massiert hatte) was für Ansichten diese haben und das ich mal in ein Hippie leben für einen Abend tauchen konnte!
Es war interessant, aber ich war froh als wir dann wieder zurück auf der Farm waren, weil irgendwann wird es schon auch ein bisschen "unheimlich".
Jipiii und dann gings endlich weiter nach Lesotho (das ist eine eigenes Land in Südafrika), wir haben die Straßen und alles echt gut gefunden, obwohl man nicht sagen kann das die Straßenbeschilderung übersichtlich sind. Mit einem kleinen Zwischenstopp beim Palast des Königs von Lesotho und einer Horrorstrecke zur Lodge sind wir endlich am Abend (mal wieder mit Regen), bei der Malealea Loge in Lesotho angekommen. Die ist echt mega süß gemacht, mit vielen Basotho (wir sind nicht mehr im Zululand sondern im Sotholand) Hütten, wo man drin schlafen kann.
Tag 1.: Es ging endlich los, jeder durfte eine Tasch bis zu 8kg füllen, die dann auf Packüferd geladen werden.
Also jeder von uns drei hatte ein eigenes Pferd, Charlottes war Retain, Hannahs hieß Heavy und meins Kevin...sagt einfach nix dazu ;P
Und dann gabs noch das Packpferd und unser Guide (von dem ich mir den Namen einfach nicht merken konnte) mit seinem Pferd, er war aber echt lieb! Als es dann los ging war ich echt nervös, bin noch nie alleine geritten und dann noch so viele Stunden (ca. 7Stunden pro Tag) auf solch unsicheren Strecken -> no risk, no fun ;)
Wir sind durch wunderschöne Landschaften und durch steile Aufstiege und Abhänge geritten, haben einen Fluss überquert und wurden von bettelnden Kindern gerufen, bis wir nach circa sieben Stunden, endlich in unserer Village angekommen sind.
Und man sieht einfach diese Menschen sind arm, da haben die Kinder vom dem Heim wo ich arbeite echt ein Luxusleben im Gegensatz.
So cool, wir durften dann auch in solchen traditionellen runden, Basothohütten übernachten, wo wir kein Strom und nur ein Eimer Wasser hatten und unsere Toilette war draußen, echt ein komisches aber auch sehr aufregendes neues Gefühl!
Die Kinder von dem Dorf sind auch gleich nach unserer Ankunft angerannt gekommen und man hat versucht sich mit denen im gebrochenem Englisch zu unterhalten. Später sind wir nochmal ins Tal gelaufen um im Fluss zu baden, weil es diesen Tag so heiß war (wir hatten alle ein fetten Sonnenbrand).
Und am Abend haben wir auf der Gasplatte in Kerzenschein unser Abendessen gekocht, dass ist echt mal eine Art von Leben, eine ärmere Art! Man hatte einfach das Gefühl einige Jahrzehnte zurück versetzt zu sein...cool fand ich!!
Tag 2.: Es ging früh morgens wieder aufs Pferd, und man hat schon leichte schmerzen in Rücken, Beine und Po gespürt. Aber wirklich für diese atemberaubende Landschaften lohnt sich alles, man reitet durch die Berge von Lesotho und sieht einfach stundenlang keine Häuser oder irgendetwas dieser Art, nur kommen einem immer mal wieder Hirten entgegen, phu diese laufen Kilometer um ihre Herden auszuführen, echt beeindruckend!
Diese Berglandschaften sind sehr fruchtbar, sodass die Menschen ihr eigenes Getreide anbauen können, also verhungern werden sie nicht und Flüsse gibt es auch genügende in den Tälern.
Nachmittags ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Gewitter geben wird, sehr hoch, leider hat es uns an diesem Tag kurz vor dem Ziel erwischt. Wir sind bei heftigem Gewitter in der zweiten Mountainvillage angekommen, dort war die Häuptlingsmutter die Einzigste die Englisch konnte, diese war sehr gastfreundlich! Später ist dann ihr Enkel zu uns in die gekommen und wir haben versucht bei Kerzenschein und gebrochenem Englisch Karten zu spielen. Echt komisch mit einem Hirtenjungen in einem Raum zu sitzen und Karten zu spielen, wie in einer unwirklichen Welt.
Und in dieser Village gabs das wiederlichste Klo, es ging nicht um die Sauberkeit, die war in Ordnung, sondern um den ekelhaftesten, penetrantesten Gestank. Wääääh ich habs nicht ausgehalten dort rein zu gehen, hab mir den Schal drei mal um die Nase gebunden....haha sooo sis man!!
Am nächsten Morgen hat uns Zepo (ein Junge) zum Wasserfall gebracht, war richtig schön an zu schauen, nur leider nicht von ganz nah.
Als wir zurück gekommen sind, wollte die Oma noch Bilder von ihr und uns machen....!
Tag 3.: An diesem Tag sind wir durch die (für mich), schönste Landschaft geritten. Es war alles komplett mit Kräutersträuchen bedeckt, es hat soo gut gerochen und es sah einfach toll aus! Jeden Tag war die Landschaft einfach komplett anderst, echt krass..
Ich bin soo stolz auf die Leistung unserer Pferde, wirklich die Tiere, egal ob Pferd, Esel oder Kuh, all diese Tiere sind viel abgemagerter als in Deutschland. Trotzdem sind sie die Abhänge und Aufstiege ohne Probleme geritten, Hut ab, wirklich. Ich hab mich auch immer besser mit Kevin verstanden, ich hatte das Gefühl, dass sein Vertrauen mir gegenüber mit der Zeit echt gut gewachsen ist.
Als wir dann bei unserer dritten Village angekommen sind, mussten wir draußen mehrere Stunden auf den Häuptling warten, der unseren Hausschlüssel mit zur Tages"Wanderung" mitgenommen hatte.
Aber genau das hat es ermöglicht, dass wir mit den Kindern dieses Dorfes, sehr viel zu tun hatten. Wir haben uns ohne dass wir uns auf Englisch verständigen konnten, super verstanden und hatten sehr viel Spaß mit ihnen, ich fand dieses Dorf auch das Beste!
Dieses Mädchen ist wirklich bildhübsch...*-*
Und zur Stärkung haben wir von der Häuptlingsmutter ein Stück traditionelles Basothobrot bekommen, fand ich echt eine super liebe Geste.
Später sind wir noch zum Fluss, mit kleinem Wasserfall gelaufen, um uns mal nach drei Tagen, wenigstens ein bisschen zu waschen, ohne Shampoo natürlich, weil dieses nicht abbaubar ist uns die Menschen das Wasser vom Fluss zum trinken verwenden! Somit sahen die Haare immer noch genauso fettig aus, wie davor :D
Tag 4.: Haha am Morgen sind wir ein bisschen durch das Dorf gelaufen und haben die Hanfplantagen des Häuptlings entdeckt, ich hatte noch den guten Glauben, dass sie es als Heilmittel oder Tee benutzen. Zu meiner Enttäuschung, es wird sowohl auch in Lesotho nur als Weed geraucht ;)
Das war nun leider auch unserer letzter Tag!
Wir sind gegen Nachmittag zurück in der Malealea Lodge angekommen, es war eine wirklich hammer schöne Erfahrung und ich kann wirklich sagen, das Lesotho im Gegenteil zu Südafrika viel ärmer und kaum so gut industrialisiert ist. Ich fand aber genau das so spannend an diesem Land, vor allem waren sie trotzdem immer noch sehr freundlich zu einem!!
So wie wir es gewohnt sind hat es auch bei unserer Ankunft in Malealea sehr stark angefangen zu regnen, was die Rückfahrt nicht gerade besser gemacht hatte. Aber ich und zepo (das Auto) haben alles gemeinsam gemeistert.
Wir wollten dann in Maseru (Hauptstadt von Lesotho) in einem Backpackerhostel übernachten, aber zu unserem Glück haben wir es einfach nicht gefunden und sind immer in das schlimmere Viertel von Maseru gekommen. Somit haben wir dann die Suche nach dem Backpacker aufgegeben und sind dann auf die Südafrikanische Seite nach Ladybrand gefahren und haben dort nach langer Suche um acht Uhr Abends endlich ein (etwas teureres) Guesthouse gefunden. Der Inhaber ist extra von einem Polterabend weg gegangen um uns das Haus zu öffnen!
Nach dem Frühstück sind wir dann zu unserem letzten Halt nach Clarens gefahren, das ist eine komplett weiße Touristenstadt, wo wir unseren dritten und letzten Couch Surfer getroffen haben. Er heißt Nic und ist Manager eines Game Resevers, er ist schon Mitte 60, lebt alleine und ist schon sehr viel in seinem Leben gereist. Es war sehr interessant sich mit ihm zu unterhalten und er hat uns sehr viele Tipps gegeben, was wir in Clarens machen könnten.
Dank seinem Tipp sind wir am Abend zu einem Rockfestival gefahren, wo man sich selbstversorgen sollte, was wir aber nicht wussten. Ja so freundlich wie die Menschen in Südafrika halt sind hat uns eine Frau ihr Trinken angeboten und dann hat sie noch gemeint, falls ihr mal in Port Elizabeth sein solltet, können wir gerne bei ihr Couch Surfing machen, unglaublich oder nicht...!?
Am letzten Tag ,den Sonntag, sind wir über den Mittag wandern gegangen, wir wollten die Höhle eines Naturheilers finden. Haha...so wie man uns kennt war diese Tour natürlich erfolglos und endete unheimlich, wir sind an einer Art Höhle vorbei gekommen, die einen Ziegenstall davor hatte, indem Skelette zu finden ware....uuuh Spucki....
Und dann der Gang zurück vom Berg runter ins Tal, war leicht lebensgefährlich, aber wir haben es geschafft.
Dann haben wir die Höhle doch noch gefunden, nur wir haben uns nicht getraut sie zu besteigen, weil es Sonntag war, gab es eine Art Zeremonie mit Zulus in der Höhle und irgendwie wegen derer Aberglaube, wenn weiße die Höhle betreten, war es besser nicht rein zu gehen. Vor allem haben wir dann ein Häuptling mit seinem Dorf am Fuß Flusses angetroffen, der Häuptling hat angefangen das Wasser anzubeten. Jaa...das war uns dann genug und wir dann sind im Gewitter zurück zum Auto gerannt. Anschließend waren wir komplett nass und haben uns aber zum Abendessen mit Nic im Restaurant getroffen, wo wir später noch eine gute Freundin von ihm kennengelernt hatten.
Ja und am Montag war dann nach 12 Tagen unsere Reise zu Ende, ich bin dann noch bis nach Pietermaritzburg gefahren, wo wir dann von Pieter (unserem Chef) abegeholt wurden.
~Mein Fazit, eine unvergessliche und absolut erfahrungsreiche Woche, die mich zu 100% sehr geprägt hat, in positiver sowohl auch negativer Sicht....~

































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