Freitag, 6. Februar 2015

Craziest City -> Johannesburg..!!

Das neue Jahr hat wieder viele schöne Momente mit sich gebracht, aber das scheint hier in Südafrika auch nur möglich zu sein. Der Spaß und die Freude am Leben stehen momentan einfach nur im Vordergrund meines Lebens und es scheint so auch der Menschen hier :)

Ich hab noch völlig vergessen euch von der Rückkehr meiner Kinder zu berichten, es war so unglaublich schön als jeden Tag ungefähr dreißig Kinder zurück gekommen sind. Hätte es nie gedacht aber die meisten haben mir richtig gefehlt...
Die meisten haben aber einen Tag zum ankommen gebraucht, aber am nächsten Tag waren sie teilweise wie zuvor, nur ich finde die meisten scheinen echt körperlich und geistig gewachsen zu sein. Was mich sehr freut, dass der Besuch Zuhause auch gute Resultate hervorbringen kann :)
Ich hatte sehr viel mit denn 13-17jährigen Jungs aus dem großen High-School Haus (Gert Nel) zu tun, mit denen kann man sich super gut unterhalten oder aber einfach nur dumm rumblödeln. Hätte nie gedacht, das ich einmal sagen kann ich hab zu den verschiedenen Altersklassen und Geschlechtern einen super Draht und ich glaube dass sich das Mögen auf Gegenseitigkeit bezieht! Ich bin einfach nur froh wieder den ganzen Trubel um mich herum zu haben, die tausende "Aunty Maria" rufe und die vielen Umarmungen und die tollen, intensive Gespräche. 
Es ist toll wieder in meinem OT-Haus mit meinen Mädels zu arbeiten und einfach Spaß mit ihnen zu haben, aber auch wieder in der interessanten Arbeit in der Clinic (Sick Bay) zurück zu sein.
-> welcome back, Alltag :)


Es ist tatsächlich wahr wir haben unser Busticket nach Johannesburg gekauft, obwohl mir so viele davon abgeraten haben dort hin zu reisen. Aber wisst ihr Verbote machen die ganzen Sachen erst noch interessanter ;) Nein, mein Hauptgrund war es einfach, die größte City South Africas besuchen zu können! Ich wollte einfach nur den flair von Jo-Burg spüren, was ich auch geschafft habe..!
Bei der Hinfahrt hatten wir einen geplatzten Reifen am Bus, sodass wir den Bus wechseln mussten. Da sind mir zum ersten Mal in meiner Zeit hier, richtig unhöflichen Menschen begegnet, die schon leicht rassistisch uns gegenüber wurden. Sie meinten, warum wir den mit einer Buslinie wie diese fahren und warum wir unser Geld nicht für eine bessere Klasse ausgeben. Fand das einfach übertrieben frech und unfair uns gegenüber, ich mein sie hatten noch kein Wort mit uns gesprochen, aber dann so unverschämte Vorurteile äußern. Das find ich echt traurig, das weiß immer gleich reich heißt....

Als wir dann in Jo-Burg angekommen sind, hatten wir mal wieder eine gratis Unterkunft, wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt sodass wir dann bei zwei verschiedenen Couch Surfern übernachtet haben. Ich war mit Hannah, Pauline und Charlotte bei Alwyn, er ist 44jahre alt, Ingenieur, alleinstehend und liebt es zu reisen, was man auch beim Anblick seiner Wohnung gesehen hat, da fehlt jegliche Art von liebe oder fraulicher Zuwendung :O
Am ersten Abend sind wir einfach nur noch in eine Mall gefahren, wo wir leckeres Dinner hatten. Wir hatten uns sehr gut mit ihm unterhalten, er erzählt viel von sich und das macht die Kommunikation auch viel unkomplizierter.
Haben dann in seiner kleinen Bude, zwei auf Sofas und zwei auf einer Matratze übernachtet. Ich hatte den unbequemsten Platz mal wieder, sodass ich natürlich nicht schlafen konnte-.- 
Aber es hat sich ja alles gelohnt, am Samstag sind wir dann früh aufgestanden und sind zum wöchentlichen "Neighbourgoodsmarket" im Stadtviertel Braamfontain gefahren, wo es ganz viele Handmade Essens- und Trinkensstände gab, sich da für etwas zu entscheiden, schien mir fast unmöglich. 
Welcome at the "Neighbourgoodsmarket"

Mein favorit Stand, frische Kokusnuss....mhm lecker!

Dort haben wir uns auch wieder mit den anderen Mädels getroffen und sind danach dann ein wenig durch die Stadt gelaufen, yeah ich hab den flair von Jo-Burg zu spüren bekommen. Ich finde die Stadt einfach noch interessanter als Capetown, es ist halt einfach eine afrikanische Millionenstadt ;)
Leider hat es angefangen zu regnen als wir über die bekannte "Nelson Mandela Brücke" gelaufen sind, hatten uns dann in einem Friseursalon unterschlupf gesucht.
Markenzeichen von Johannesburg, die "Nelson Mandela Bridge", Nachts wird diese immer von verschiedenen Farben beleuchtet.

Die waren mega lieb zu uns und haben uns sofort einen Platz angeboten und meinten auch wir können bleiben solange der Regen vorbei ist. Ich hab mich echt sicher und wohl in dem Salon gefühlt und selbst die Männer die darin waren, waren sehr freundlich zu uns. Also ich habs echt nicht verstanden warum man sich in Jo-Burg nicht wohlfühlen kann, klar man darf die Gefahr nicht unterschätzen, aber man muss lernen damit zu leben, dann ist alles möglich ;)
Nachdem wir uns ein wenig in der Mall getrocknet hatten, sind wir in Grüppchen wieder weiter durch die Stadt gelaufen, die Stadt an sich ist nicht grad die schönste, hat auch keine besonderen Gebäude zu bieten, aber dieses Feeling durch die Stadt zu laufen ist einfach einzigartig, überall die Straßenhändler, überall wird uns zugerufen und einfach die Gebäude, einfach alles sieht so nach typisch afrikanischer Industralisation aus. -> I like it!
Unser Ziel war das Carlton Centre, was der höchste Punkt Afrikas sein soll, wo man eine hammer schöne Aussicht über Johannesburg hat.
Aussicht auf Johannesburg!

Das hat sich echt gelohnt anzuschauen! Dort haben wir noch zwei junge Frauen und ein Mann kennengelernt, die unbedingt Bilder mit uns (weißen) machen wollten. Fand ich eine nette Geste.
In dem höchsten Gebäude "Südafrikas"..

Als wir dann aber zurück zum Auto laufen mussten (es hattte nicht mehr geregnet) wurde uns einmal ganz kurz mulmig im Magen, weil bei der Minibustaxistation so viel Trubel war und du nur ganz schwer den Überblick beherrschen konntest. Aber war alles halb so schlimm ;)
Wir hatten uns schon von Anfang an einen Abend vorgenommen, in einen Club in Jo-Burg zu gehen, ich mein wer kann so etwas schon von sich behaupten. Ich hätte nie gedacht, aber einen Club zu finden war schwieriger als gedacht. Wir sind zwei Mal an Orte gefahren wo es keine Clubs gab, bis wir endlich DEN CLUB "Baeri Dane" gefunden hatten. Ich bin noch nie so lange in einer Warteschlange für einen Club gestanden wie dort, aber es wars wert!! Wir sind da rein gekommen und ich hab schon den Groove  gespürt, die Musik war super, die Leute hatten richtig bock zu tanzen und die Stimmung war, wie ich sie mir gewünscht hatte. Es war der beste Club bisher in South Africa und ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß und das ganz ohne Alkohol :D 
Der Abend war echt super und bleibt in Erinnerung mit Johannesburg..!

Erstaunlicherweise gings nach nur vier Stunden schlaf ohne Probleme weiter, schließlich hatten wir nun mal nur zwei volle Tage in Jo-Burg, in denen man ja auch was von der Stadt sehen will ;)
Deswegen sind wir dann am Sonntag zu "Arts on Main" im Stadtviertel Maboneng gefahren, dort gab es ganz viele Boutiquen und wieder ganz viele Handmade Essens-, Trinkens- und Kleidungsstände.
Eine afrikanische Boutiquen, in South Africa haben alle Schaufensterpuppen, Röcke oder Kleider an!

We were shot in joburg ;)

Da konnt selbst ich mich nicht mehr zurück halten, ich musste einfach diesen Rock und diese Tasche kaufen. Aber irgendwie find ich, darf ich mir nach fünf Monaten auch mal wieder was für den Eigenbedarf kaufen ;) ich bin aufjeden Fall sehr zufrieden mit meiner Errungenschaft!
Wir sind dann ganz viel noch in diesem Viertel umher gelaufen, bis wir plötzlich den tönen von Trommeln gefolgt sind. Es war so cool, da war ein kleiner afrikanischer Laden, der Trommelkurse "gratis" angboten hatte. Wir wurden dann auch grad herzlich aufgenommen und durften eine Runde mit denen mit trommeln und ich sags euch trommeln ist schwieriger als es aussieht. Das geht übelst in die Hände und die Koordination ist auf keinen Fall zu unterschätzen ;) aber es hat mega viel spaß gemacht!
Unser Trommeltalent wurde beansprucht :D

Danach sind wir ins Apartheidsmuseum gefahren, wo es um den für Afrika so unglaublichen wichtigen Menschen Neslon Mandel ging, es wurde sein komplettes Leben von Anfang bis Ende dokumentiert, ich fand das ziemlich interessant und find es immer noch so unglaublich faszinierend wie ein Mensch, der wie du und ich ist, so etwas weltbewegendes machen konnte, das ihn niemals irgendwer vergessen wird -> meine Hochachtung!!
Nelson Mandela Wand mit seinen Ansichten über das Verhalten unsereGesellschaft.! 

Und die zweite Thematik von dem Museum ist die Rassentrennung von schwarz und weiß, welches auch sehr interessant und ausschlussreich war. 
Das muss was heißen, wenn ich ein Museumsbesuch mal interessant finde :D

Das wars dann auch schon wieder, am letzten Abend sind wir dann noch lecker mexikanisch Essen gewesen, wow hätte nie gedacht das ich dieses essen so gerne mögen würde. 

Also mein Fazit über Johannesburg ist äußerst positiv, ich würde auf jeden Fall wieder dorthin reisen. Ich finde es so eine unglaublich vielfältige, interessante aber auch verrückte Stadt, was sie so speziell und einzigartig macht. Und im Gegensatz zu Kapstadt ist es einfach nun mal eine schwarze, hippi und lebendige Stadt, wo man so krass viele verschiedene Typen von Menschen auf einem Flecken antreffen kann..!
Braamfontain, ein typisches Hippieviertel. Hier ein Straßenhändler mit einer sehr coolen Idee ;)

Jo-Burg ist eine Reise wert, sofern man nicht auf historische Gebäude fixiert ist!
Ich finde ja, für das South Africa Wohnhaus würde sich eine Reise schon lohnen ;D

Jo-Burg is till now my favorit city...!