Sonntag, 24. Mai 2015

Meine letzten Tage in Greytown sind gezählt....

Zuerst mal noch ein wenig zum meiner letzten Zeit in Greytown. Charlotte, Leonie und Ich sind die letzten drei hier im Children´s Home und verlassen das Heim auch innerhalb von drei Wochen. 

Wir drei mit einer der Socialworkerinnen, Slindile.

Wir haben in der letzten Zeit sehr viel mit unseren Kollegen in der Location unternommen, sind zu Zakwe oder mal in Park oder waren einfach mal im Harry´s oder Country Club. Uns wurde aufjeden Fall nie langweilig und wir hatten echt viel Spaß mit Bayanda, Dumi und allen anderen. Diese Menschen sind meine Freunde geworden und ich bin so froh sie in meinem Leben gefunden zu haben, es ist einfach immer wieder soo super cool mit ihnen Zeit zu verbringen, vor allem auch weil es kein Black and White Nach oder Vorteil bzw Unterschied gibt. Es ist einfach alles so unglaublich unkompliziert.
Charlotte und haben uns noch die Haare von den Kids flechten lassen, aber auf dunkler Haut sieht das ganze einfach viel besser aus :D

Die letzten zwei Wochen in denen ich in Greytown war, gab es kein fließend Wasser mehr, da der Dam fast ausgetrocknet ist. Heutzutage haben sie gar kein fließend Wasser mehr, der Dam ist komplett ausgetrocknet, sie leben aus Wassertonnen...

Einer der schlimmsten Tage meines Lebens ist wohl auch hiermit erreicht. Heute werde ich mich von meinem neun monatigem Zuhause und meinen geliebten Kids verabschieden müssen.
Ich habe versucht den Tag so lange vor mich her zu schieben wie es nur ging, aber mir war auch bewusst das dieser Tag nun einmal irgendwann zu erreichen ist. 
Die Kinder hatten alle auch schon Abschiedskarten, Briefe und teilweise auch kleine Geschenke für mich vorbereitet. Ich bin dann zu den angestellten bei denen wurde ich Freitags offiziell im Meeting verabschiedet, am Samstagabend bin ich dann aber nochmal persönlich und einzeln bei Ihnen vorbei und habe mich verabschiedet. Man das war so gemein, ich hatte mir wirklich vorgenommen nicht zu weinen, aber als Adri (Medizinische kraft im Heim) angefangen hatte, ging es bei mir natürlich auch los und ein ende war in gefühlter weiter ferne. Dann kam der Schrittt, dass ich mich in ein Kinderhaus nach dem anderen geschleift hab und ihnen auf ein hoffentliches wiedersehen gewünscht hatte. 

Mein 2.Guppenbild mit meinen OT Girls
Am Ende bzw mit einer kleinen Party verbunden kam dann mein Haus Othandweni ((OT) =Lieben) dran, idem ich die ganze wundervolle lange Zeit gearbeitet hatte.

Ja für all meine Mädels habe ich zwei Bilder mit ein paar persönlichen Sätzen meinerseits gewidmet und ich hoffe sie wissen dies zu schätzen.. Dieser Gang aus der Tür war einer der schwersten den ich je zu gehen hatte, vor allem wenn die kleinen sowohl auch die großen mit tränen vor die stehen und sagen: Please Aunty Maria dont leave us, we love and want you here....


Ich musste mich dann richten und ablenken und bin dann auf dem Weg mit Leonie und Charlotte um zu Bayanda und co. zu gehen, an meinem Haus OT vorbei gelaufen und hab die Kinder ganz arg weinen gehört, oh man... aber ich konnte auch nicht nochmal rein gehen, sonst hätte ich doch die ganze Situation für beide seiten nur viel schlimmer gemacht, oder was meint ihr?

Unsere Straße direkt am Kinderheim, die wir täglich entlang gelaufen sind..

Zum Glück ist die Ablekung durch eine letzte super gelungene Party in Greytwon gelungen...
Am nächsten morgen ging es dann mit Nolundi und ihrem Freund nach Pietermaritzburg an die Busstation nach Johannesburg.


Bye Greytown..
Bye my most beloved Kids...
Bye my best Friends...
Bye my chilled and funny work...
Bye my third Home...
Bye Greytown....

Donnerstag, 7. Mai 2015

My second Home -> South Africa

Hallo ihr Lieben, hab mich schon lange nicht mehr gemeldet. Was mir sehr leid tut, hatte ständig was um die Ohren und das Bloggen dabei komplett vergessen.

Seit meinem letzten Eintrag ist hier in Greytown aber auch bei meinen Trips einiges passiert.
Nachdem wir Hannah und Pauline verabschiedet hatten, sind nur drei Wochen später auch Frederike und Helena gegangen (Ende März).
Davor haben wir aber noch unser letztes gemeinsames Wochenende in Underberg was in den Dachensbergen liegt, verbracht. 
Es war mega cool, wir waren bei einem Chouch Surfer der in seinem selbst gebauten Haus lebt und sich komplett selbst ernährt (alles selbst anpflanzt, was er zum kochen braucht) gewohnt. Das war echt mal interessant zu sehen, er hat schließlich ein komplett anderen Lebensstil, welcher ich zuvor noch nirgends gesehen hatte. Aber auch das Wandern in den Drachensbergen war wunderschön, die Landschaft echt Atemberaubend! Jetzt weiß ich auch warum die Drachensberge ein Muss für Wanderbegeisterte Menschen ist ;)
Nun genung geschwärmt, die darauf liegende Woche wars so weit Abschied zu nehmen, zuerst von Frederike, die zurück nach Deutschland gereist ist. Sie war sechs Monate lang ein Teil von uns und ich wünsch ihr alles erdenklich gute für die Zukunft, es ist toll das du ein Teil meines Lebens hier warst.
Frederike und Ich :)

Helena war nur ganz kurz in Greytown, sie ist nach drei Monaten in ein anderes Projekt gewechselt.
Helena und Ich an ihrem Abschiedstag..

Charlotte ist drei Wochen im Familyurlaub in der Umgebung von Kapstadt gewesen, somit waren Leonie und ich alleine im Heim. In der Zwischenzeit waren noch Frühlingsferien, in denen wir kaum was zu tun hatten, da dass Ferienprogramm in den Händen des Youth Coach liegt und er unsere Hilfe kaum brauchte. 
Die Zeit nachdem die meisten Voluntärinnen zurück gereist sind, war bzw ist immer noch die intensivste mit der einheimischen Bevölkerung. Dank mir (oll nicht überheblich klingen) konnten wir tatsächlich einen Freundeskreis außerhalb des Heimes aufbauen, an Wochenenden waren wir viel in der Location unterwegs. 
Ich fühl mich einfach nicht mehr wie ein Tourist, denn ich finde ich hab mich gut eingelebt und bin ein Teil von ihnen. Die Kultur und die Art der Menschen geben einem so krass viel Herzlichkeit, das werd ich hoffentlich mit nach Deutschland nehmen! Es ist so toll für mich sagen zu können, ich hab in Südafrika ein Freundeskreis aufgebaut und ich bin froh, so akzeptiert worden zu sein wie ich bin.
Leider hab ich von diesen tollen Momenten mit meinen Freunden keine Bilder, so wie ihr mich kennt bin ich ziemlich Fotoscheu und vergess somit immer die Initiative welche zu machen :D

Leonie und Ich haben die Initiative ergriffen und uns nochmal für eine Reise nach Johannesburg entschlossen -> Jo-Burg reloaded!!
Wir haben bei einem aus Ruanda stammenden Mann (Pi) durch Chouch Surfing geschlafen, der Nelson Mandela schon persönlich getroffen hatte, dieser Mann ist ein großes Vorbild für jedermann. Ich hab echt Hochachtung was er alles schon mit seinen 32jahren geleistet hat!
Wir haben uns mit Freunden zum Freizeitpark "Golden Reef City" getroffen, wo wir echt mega viel Spaß hatten. Aber ich muss sagen, gegen Europapark ist dieser Park NICHTS :D
Es ist so crazy, dass man selbst in solchen Städten wo man nur einmal war, Freunde hat auf die man sich verlassem kann und wir dadurch einen tollen Tag hatten. 
Die erste Bahn :)

Endlich hab ich auch mal einen kleinen Adrenalinschub bekommen..!

Und ein Bild von uns vier ;)

Wir haben den Tag in einem Schwulenclub (was wir nicht wussten) ausklingen lassen. 
Mit einem letzten gechillten Tag, hatte wir doch eine ganz tolle Zeit in Johannesburg, zum Glück haben sich unsere Befürchtungen nicht bestätigt.
Das Highlight der ganzen Reise war dann unteranderem noch, dass wir in Pietermaritzburg bei der Familie einer Hausmutter im Township übernachten durften. Es war so cool mal wirklich in einem der vom Staat gebauten Häuser zu schlafen, in diesen Häusern findet alles in einem Raum Stadt. Man kann sich nie aus dem Weg gehen und egal ob man kocht, fernseh schaut oder schläft, man bleibt konstant im gleichen Raum... 
Ein Beispiel von Innen..

Die Familie war so mega Gastfreundlich, Gloria (ihre Mutter) hat sehr lecker für uns gekocht und man konnte spühren dass sie uns einfach nur glücklich machen wollten.
Es gab Reis, Chakalaka, Beefsauce, Hähnchenschenkel und Salat...mhm...

Und nachts geht man generell nicht mehr aus dem Haus, das heißt wenn man dann auf die Toilette gehen muss wird ein Eimer in Anspruch genommen.
Unser Pinkeleimer -> wir konnten uns aber nicht überwinden, da rein zu pinkeln vor den Anderen..

Ich hatte mit meinem Haus OT auch noch einen ganz tollen Ausflug, an Ostersonntag sind wir ganz spontan in Park gelaufen. Wo ich dann eine Eiersuche als Überraschung vorbereitet hatte, die echt gelungen war. Aber auch danach hatten wir einigen Spaß, haben witzige Spiele gespielt und natürlich durfte ein Fotoshooting nicht fehlen..:)
Erstmal die kleinen...

Und dann noch mit den großen...

Wir alle in spiel Action, hat sehr viel Spaß gebracht :)

Und dieses Bild liebe ich einfach....Thandokuhle...<3

Das letzte Ereigniss über das ich berichten möchte, war mein Geburtstag mit dem verbundenen Wochenende. 
Es hat mich sehr gefreut so einen tollen 20ten Geburtstag gehabt zu haben, die Menschen die mir hier in Südafrika sehr ans Herz gewachsen sind, haben mir einen wunderschönen und unvergesslichen Tag ermöglicht. Ich wurde mit einem leckeren Frühstück überrascht und dazu gabs noch ein tolles Geschenk (Schal und Zuluhaarreif) und am Abend noch ein tolles kleines Fest mit meinen Freunden, es war wirklich toll :)
Durch Ph. (ein Freund aus Johannesburg) sind wir zu seinem Familienfest eingeladen worden, das in Mtunzini in der Nähe von Richards Bay stattfand. Mit Minibustaxis sind wir dorthin gefahren (dieses Verkehrsmittel ist nun gar kein Problem mehr, die anfängliche Panik und übertriebene Angst, hat sich zum Glück bei allen gelegt), es war eine wirklich lange Fahrt. 
Wir hätten mit allem gerechnet, aber nicht mit dem was wiklich zu sehen war. Sein Vater hat 12Kinder mit acht verschiedenen Frauen, er ist übertrieben reich und veranstaltet einmal jährlich ein Fest wo die meisten seiner Kinder vorbei kommen. Dieses Fest fand statt, weil die Mutter seiner Ehefrau geehrt wird, da sie ihr Tochter geboren hat und sie somit ein Geschenk für Ihn ist.
Ich hab so ein Anwesen, auf welchem er lebt, zuvor wirklich noch nie gesehen. Er hat nicht nur ein Haus, nein ganze drei und dann noch eine paar Zuluhuts, crazy..!? 
Die Einfahrt..

Er besitzt insgesamt fünf Häuser in RSA und fährt natürlich nur teure deutsche Autos. Das traditionelle Zulufest, war vielleicht traditionell, aber tradtionell auf die teure Variante.
Es war echt mal spannend zu sehen, dass es auch reiche schwarze Menschen gibt. Aber ich kann nicht klagen, sie waren sehr freundlich uns gegenüber und haben ganz herzlich für uns gesorgt.
Wir in Zulukleidung mit Phila und seinen Geschwistern...

War echt eine spannende Erfahrung und es war halt mal etwas komplett anderes, was man erwartet hatte :) 
-> Meine Lieben, hält eure Augen stets offen, denn das Leben hält viele Überraschungen für euch bereit!!
Und seit mutig genung und tretet sie an;)